HISTORIE

 

Der heutige Braunfelser Golfplatz liegt direkt dort, wo sich bis ins 14. Jahrhundert das kleine Dorf Hohenberg, auch Homberg und Homburg genannt, in die Mulde oben auf dem Bergrücken schmiegte. Zum ersten Mal berichtet eine Urkunde über diesen Solmser Besitz, als Graf Heinrich von Solms Braunfels im Jahre 1311 dem Wetzlarer Bürger Konrad von Hörnsheim einen Teil seines Besitzes zu Hohenberg verpfändete. Im Laufe der Jahre wechselten Besitz und Nutzung der Güter und Ländereien im Dorfe Homberg sehr oft. Meist kamen die Berechtigten aus dem Adel der engeren Umgebung. Das Dorf selbst scheint aber dann mit seinen Ackern im Hofgut aufgegangen zu sein.

Durch einen Tauschkontrakt des Grafen Bernhard ll. und dem Walpurgisstift zu Weilburg im Jahre 1455, festigte sich das Solmser Hofgut Homburg. Aus einem Güterverzeichnis von 1568 geht hervor, dass zum Solmser Hofgut Homburg wenig über 100 Morgen Acker und Wiesen gehörten. Zur Zeit der 1848er Revolution und dem Marsch der Solmser Bauern nach Braunfels forderten diese unter anderem den Verzicht des Fürstenhauses auf die Ausübung der Jagd und Fischerei in den Gemeindegemarkungen.

Schon lange hatten die Bauern über die großen Wildschäden geklagt. Die Wilddieberei hatte aber auch ständig stark zugenommen. Aus diesen Gründen entschloss sich der damalige Fürst Ferdinand, das Hofgut aufzugeben und einen großen Wildpark um den Hof anzulegen. Durch einen Vertrag mit der Stadt Braunfels 1851 wurde der Wildpark auf 2640 Morgen erweitert.

Das riesige Gelände wurde eingezäunt, an allen Straßen und Wegen mit Toren versehen. Es wurde aufgeforstet, Futterkrippen, Hochstände und Schutzhütten aus Eichenkantholz mit Fundamenten von Bruchstein erstellt. Wichtige Arbeitsplätze und Nebenverdienst für die damals sehr arme Bevölkerung.

Der eingezäunte Wildpark erstreckte sich über das Mühlental bis hinauf zur Wintersburg. Der letzte Braunfelser Postillion Bender fuhr so jeden Tag mit seiner Kutsche auf der Mühlentalstraße mitten durch den Wildpark. 1873 erhielt er für das tägliche Öffnen und Schließen der Tore 30 Taler. Nach kurzer Zeit schon hatte sich der Wildbesatz so vermehrt, dass in einem Jahr 355 Achtel Hafer für das Hochwildbret und für die Sauen zur Fütterung gebraucht wurden und dazu für das Rotwild und das Damwild 550 Zentner Heu.

Teilweise waren zwei Oberförster, vier Förster und weiteres Personal notwendig, um das riesige Revier zu betreuen. So hatte auch Förster Bernhard 1877 seinen Sitz auf dem Homburger Hof. Wohl noch zur Zeit von Fürst Ferdinand, dem ,,Jägerfürst“, wurde in dem sogenannten ,,Lustwäldchen“, östlich des Homburger Hofes, ein Pavillon gebaut, in dem sicherlich der Abschluss mancher erfolgreichen Treibjagd gefeiert wurde. Fürst Ernst, der Nachfolger des 1873 verstorbenen Jägerfürsten, führte die Tradition fort.

Alte Braunfelser können sich gut erinnern: Nach dem 2. Weltkrieg waren noch Reste des Pavillons vorhanden. Schmunzelnd erzählen sie von dem ,,Teehaus“ im ,,Lustwäldchen“. Das Teehaus ist nicht mehr, aber das naturbelassene Waldstück inmitten des Golfplatzes ist und bleibt das ,,Lustwäldchen“.

Die Zeiten wurden sehr schwierig. Die Unkosten zur Erhaltung des aufwendigen Wildparks wurden dann doch auf die Dauer zu hoch. Schließlich wurden angepachtete Ländereien zurückgegeben. Der Wildpark fand sein Ende im ersten Weltkrieg, als die Reste des Wildbestandes durch Wilderer ausgerottet waren.

Die Fürstliche Verwaltung brachte gegen 1915 den Homburger Hof als landwirtschaftlichen Betrieb notdürftig in Gang. Von 1932 bis 1951 pachteten Otto und Robert Heyl den Hof und gaben dem landwirtschaftlichen Betrieb wieder Aufschwung.

Sie bewirtschafteten zuletzt über 240 Morgen Land (= 60 ha). Anschließend bewirtschaftete bis Herbst 1970 der Landwirt und passionierte Pferdezüchter Hans Meyer mit seiner Familie etwa 90 ha Fläche rund um den Homburger Hof.

Während des zweiten Weltkrieges wurden auf dem Hof Bombenflüchtlinge und nach Kriegsende heimatlos gewordene Menschen, Spätaussiedler und Flüchtlinge aufgenommen.

Nach Ablauf des Pachtvertrages im Herbst 1970 erwachte dann das lnteresse der ,,Ferienheim Verwaltungs GmbH“ für das Gelände und schließlich wurde die ldee eines Golfplatzes geboren und die ersten Schritte getan.

Verwirklicht durch den Golf-Club Schloss Braunfels ist ein sehr beliebter und gepflegter Golfplatz entstanden, eingebettet in waldreiche Landschaft, oben auf dem Bergrücken, wo in der Mulde bis vor etwa 500 Jahren das längst vergessene kleine Dorf Homburg gestanden hat.

Text: Rudolf Hollricher

Die Geschichte des Golf-Clubs Schloss Braunfels

Der Anfang

Stellen Sie sich vor: Es ist nichts, was mit Golf zu tun haben könnte, vorhanden, nicht einmal der Gedanke an Golfspielen. Die Ferienhaus Bau GmbH & Co. KG Elmpt, hat die kühne ldee, ihr Wohn- und Freizeitprojekt interessant zu gestalten. Sie greifen in den Hut und ziehen die Karte „Golf“.

Am 2. November 1970 trafen sich in Braunfels einige mutige Männer, um einen Golf-Club zu gründen. An dieser Gründungsversammlung nahmen folgende Herren teil:

Rolf Peltzer (Elmpt), Albert Boochs (Neersen), Hans Bonsels (Merbeck), Karl Seeger (Braunfels), Peter Jürgen Kauermann (Wetzlar), Wolfgang Grimm (Krefeld), Karl-Heinz Klomp (Rheydt), Joachim Böckling (Merbeck), Heinz Keppel (Braunfels) und der damalige Bürgermeister der Stadt Braunfels, Erich Lückel. Es wurden alle erforderlichen Schritte für die Gründung besprochen und die offizielle Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Wetzlar erfolgte am 07.01.1971.

Präsident wurde Karl-Heinz Klomp der Ferienheim Gesellschaft, in deren Interesse es natürlich lag, für das Bauprojekt mit einem Golfplatz werben zu können.

Für die Zukunft des Luftkurortes Braunfels war der Golfplatz eine sehr positive Entwicklung. Ohne die Initiative und den Einsatz von Bürgermeister Lückel hätten wir heute vielleicht noch keinen Golfplatz. Ein Dankeschön für seine Voraussicht und seine persönliche Unterstützung.

Golf-Club Schloss Braunfels e.V.

Homburger Hof
35619 Braunfels

Tel: +49 (0) 6442 / 45 30
info@golfclub-braunfels.de

Restaurant
zum Golfplatz

ÖFFNUNGSZEITEN:
Tgl. von 10:00 bis 21:00 Uhr
außerhalb der Saison wetterabhängig

Tel: +49 (0) 6442 / 955 86 44
info@restaurant-zum-golfplatz.com

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