Bei den Hessenmeisterschaften der Damen und Herren haben Ludwig Schäfer (Neuhof) und Marie Coors (Frankfurt) die Titel gewonnen. Für beide war es der erste Sieg bei diesen Meisterschaften und beide haben den Sieg recht deutlich einfahren können.
Austragungsort war der Golfclub Braunfels, der seinen Platz in hervorragendem Zustand präsentierte und mit vielen Helfern zum Gelingen des Turniers beitrug. Gespielt wurden drei Runden, wobei die die ersten beiden Runden bei bestem Wetter gespielt werden konnte. In der Runde hatten die Spieler dann mit etwas Regen zu kämpfen.

Bei den Herren dominierte in diesem Jahr Ludwig Schäfer. Bereits in Vorjahr ließ der Neuhöfer mit einer fantastischen ersten Runde aufhorchen und auch in diesem Jahr war sein Start mit einer 70 (bei Par 73) hervorragend. Auch in der zweiten Runde blieb er mit einer 72 unter Par und lag gemeinsam mit Christian Bräunig (Kiawah), der gerade erst die Luxemburgischen Amateurmeisterschaften gewinnen konnte, gemeinsam in Führung. Ludwig Schäfer setzte sich auf den letzten 18 Löchern Schlag und Schlag von den Konkurrenten ab und brachte erneut eine starke 70 ins Clubhaus. Er war damit der einzige Spieler, der alle 3 Runden unter Par spielte. Diese Leistung ist besonders beeindruckend, wenn man berücksichtigt, dass Ludwig aufgrund eines Bruches des großen Fußzehes lange pausieren musste und erst vor kurzem wieder das Training aufnehmen konnte.
Die Silbermedaille ging an Maxi Hirsch (Frankfurt). Maxi war noch mit seiner 76 in der ersten Runde nicht so richtig zufrieden, konnte aber am Sonntag mit zwei starken Runden von 70 und 71 viele Schläge gut machen. In der Addition benötigte Christian Bräunig einen Schlag mehr. Der Handicap +5-Spieler holte sich mit Runden von 70, 72 und 76 somit die Bronze Medaille. Nur einen Schlag dahinter belegten Philip Coles (Frankfurt) und Nico Eppert (Kiawah) schlaggleich Platz 4.

Bei den Damen setzte sich die Top-Favoritin Marie Coors mit drei konstanten Par-Runden durch. War es nach der ersten Runde noch eine enge Angelegenheit, da Katharina Keilich (Frankfurt) und Clarissa von Stosch (Kassel) ebenfalls ihre Runde mit Par beenden konnten, so wuchs in den folgenden Runden der Vorsprung deutlich an. Am Ende waren es 11 Schläge Vorsprung, die die Gold-Medaillen-Gewinnerin ins Ziel brachte. Die Silber-Medaille holte sich Titelverteidigerin Katharina Keilich, die ihrer 73 eine 81 und eine 76 folgen ließ. Alena Oppenheimer war mit Runden von 80, 74 und 78 die Siegerin der Bronze-Medaille, wobei sie Katrin Graf (Kronberg) um nur einen Schlag auf Rang 4 verweisen konnte.

Alle Medaillen-Gewinner konnten sich neben den Medaillen auch über Eintrittskarten für den Solheim-Cup Ende September in St. Leon Rot freuen.

Der Hessenpokal, der traditionell in der ersten Runde der Meisterschaft ausgespielt wird, war in diesem Jahr eine Angelegenheit für Kiawah. Allerdings waren Christian Bräunig, Yannic Völker, Michael Hegemann und Nico Eppert schlaggleich mit dem Frankfurter Team. Aufgrund des besseren Streichergebnis gewann jedoch Kiawah und Frankfurt belegte mit den Spielern Maxi Hirsch, Lukas Euler, Thomas Höher und Boris Wölfel Platz 2.